{"id":821,"date":"2020-10-07T23:00:00","date_gmt":"2020-10-07T21:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.mit-wolfsburg.de\/?p=821"},"modified":"2020-10-25T02:42:08","modified_gmt":"2020-10-25T00:42:08","slug":"recht-auf-home-office-ist-realitaetsfern","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.mit-wolfsburg.de\/?p=821","title":{"rendered":"Recht auf Home Office ist realit\u00e4tsfern"},"content":{"rendered":"\n<p><em>MIT Wolfsburg spricht sich gegen Pl\u00e4ne von Arbeitsminister Heil aus<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Wolfsburg. Die Mittelstands- und Wirtschaftsunion (MIT) in Wolfsburg spricht sich gegen den Gesetzesentwurf von Arbeitsminister Hubertus Heil aus. Das \u201eMobile-Arbeit-Gesetz\u201c ist nicht f\u00fcr alle Arbeitgeber realisierbar und f\u00fchrt zu hohen Kosten. Gerade in der Corona-Krise ist ein solcher Gesetzesentwurf das falsche Signal an Unternehmer, die Arbeitspl\u00e4tze sichern wollen. Stattdessen fordert Cindy Lutz eine Anpassung des Arbeitszeitgesetzes sowie eine steuerliche Vereinfachung f\u00fcr das Absetzen des Homeoffice.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eEin grunds\u00e4tzliches Recht auf 24 Tage Home-Office im Jahr ist komplett realit\u00e4tsfern\u201c, kommentiert Cindy Lutz, Vorsitzende der MIT Wolfsburg, die Gesetzesvorlage aus dem Arbeitsministerium. Gerade einkommensschwache Berufsgruppen aus dem Pflege- oder Erziehungsbereich haben keine M\u00f6glichkeit zuhause zu Arbeiten. Anstatt die Realit\u00e4t in den Betrieben wahrzunehmen, komme aus dem Arbeitsministerium ein Gesetzesentwurf, der die Pflege- und Sozialberufe weiter abwerte, wundert sich die Kreisvorsitzende.<\/p>\n\n\n\n<p>Home-Office wird seit der Corona-Krise immer h\u00e4ufiger freiwillig von den Arbeitgebern angeboten. Eine gesetzliche Vorschrift f\u00fchre aber zu weiteren B\u00fcrokratiekosten, die in der aktuellen Situation von den Unternehmen nicht zu stemmen w\u00e4ren, wei\u00df Svenja Hohnstock, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin der Hohnstock GmbH und Vorstandsmitglied der MIT Wolfsburg.<\/p>\n\n\n\n<p>Neben dem Verwaltungsaufwand ist auch die Einrichtung eines externen Arbeitsplatzes mit Kosten verbunden. \u201eTheoretisch muss der Arbeitgeber f\u00fcr jeden Mitarbeitenden die Infrastruktur bereitstellen, auch wenn diese nur 24 Tage im Jahr genutzt wird\u201c, so Hohnstock weiter. Vergessen d\u00fcrfe man auch das Thema Datenschutz im Home-Office nicht, welches bisher in der Debatte zu kurz kam.<\/p>\n\n\n\n<p>Anstelle eines Rechtsanspruchs setzt die Mittelstands- und Wirtschaftsunion in Wolfsburg auf eine gemeinsame Abw\u00e4gung von Interessen der Arbeitgeber und Arbeitnehmer. Lutz fordert deshalb: \u201eUnternehmer sollen sich trauen, neue Arbeitsformen anzubieten. Mitarbeitende haben in der Regel ein gutes Gesp\u00fcr daf\u00fcr, ob und wieviel Home-Office am Arbeitsplatz m\u00f6glich ist\u201c. Eine gemeinsame L\u00f6sung, bei der die Bed\u00fcrfnisse beider Seiten ber\u00fccksichtigt w\u00fcrden, sei f\u00fcr eine langfristige Zusammenarbeit am f\u00f6rderlichsten, so Lutz.<\/p>\n\n\n\n<p>Politik darf nicht zu stark in die Wirtschaft eingreifen, Politik muss die passenden Rahmenbedingungen schaffen, damit z.B. Home-Office und Arbeitszeitgesetze nicht miteinander kollidieren. Lutz dazu: \u201eDie steuerlichen und gesetzlichen Rahmenbedingungen m\u00fcssen dringend angepasst werden. Es ben\u00f6tigt mehr Handlungsspielraum bei der Frage, wann und wo gearbeitet werden darf.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>MIT Wolfsburg spricht sich gegen Pl\u00e4ne von Arbeitsminister Heil aus Wolfsburg. 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